FM Kompakt zu Besuch bei Radio Gherdëina

Hauptstudio  

Im Juli 2022 war FMK zu Gast bei Radio Gröden und damit bei einem echten Urgestein der Südtiroler Privatradioszene. Redaktionsleiter Fabian Rabanser führte uns durch die Räumlichkeiten und nahm sich viel Zeit für unsere Fragen.

Fabian Rabanser

Radio Gröden war einer der ersten Radiostationen in Südtirol. Absolutes Novum des beliebten Senders ist die Moderation in den drei Südtiroler „Landessprachen“ ladinisch, italienisch und deutsch. Damit ist Radio Gherdëina Dolomites der einzige Privatsender, der in  den drei Sprachen ausstrahlt. Sendungen auf ladinisch machen davon den größten Anteil aus. In Südtirol benennen ca. 4 % der Einwohner ladinisch als ihre Muttersprache (etwa 20.000 Personen). 

Nachdem der Sender im Jahr 1979 von Ivo WalpothArno Mahlknecht und Oswald Rifesser ins Leben gerufen wurde, wechselte er mehrmals den Besitzer. Seit 1991 ist Radio Gherdëina Dolomites im Besitz der Familie Franz Rabanser aus St.Ulrich, die, zusammen mit vielen fleißigen Mitarbeitern, den Sender mit Begeisterung betreiben. Im Jahr 1977 bezog man die heutige Adresse in der Reziastr. 116 mitten im Zentrum von St. Ulrich. Die Gemeinde ist übrigens der Geburts- Heimat- und Letzter-Ruhe-Ort von Luis Trenker.

Das Einzugsgebiet sind alle ladinischen Täler (Gröden, Gadertal, Fassatal, Buchenstein, Colle S. Luzia und Cortina d’Ampezzo), bis nach Pustertal, sowie das Eisacktal, Bozen und Unterland, Meran und Umgebung sowie das Schlerngebiet und der Ritten.

Die Familie Rabanser und ihre Mitarbeiter unterhalten die Hörer von Radio Gherdëina Dolomites täglich live mit aktuellen Informationen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Sport. Radio Gherdëina ist die Heimat abwechslungsreicher Musik, sowie der neuesten lokalen und nationalen Nachrichten für Hörer in den ladinischen Tälern. Man hat unglaubliche 38.000 Titel zur Auswahl. Zu dem beeindruckenden Repertoire gehören Volksmusik, italienische und ladinische Titel, Schlager und genauso die neuesten Titel der englischen und deutschen Charts.

 Beeindruckende CD-Sammlung - mittlerweile komplett digitalisiert!

10 Minuten vor jeder Stunde heißt es Südtirol Journal“ mit aktuellen Nachrichten aus der Nachrichtenagentur RMI in Bozen. Die Morgensendung wird im täglichen Wechsel auf deutsch und tags drauf in ladinisch moderiert.

Redaktion von Radio Gröden

Empfangsgebiet 

 

Seit 2010 südtirolweit auf DAB+ sowie auf den folgenden UKW-Frequenzen

 

FM-Frequenz

Gebiet / Ortschaft

89,4 Mhz

Fassatal

89,8 Mhz

Arabba, Fodom, Alleghe und Buchenstein

91,0 Mhz

Meran und Umgebung

92,6 Mhz

Gröden, Schlerngebiet, Ritten, Eisacktal, Wipptal und Brixen

94,2 Mhz

Gröden und Hochabtei

94,7 Mhz

Oberes Pustertal

95,8 Mhz

Cortina und Umgebung

98,1 Mhz

Bozen und Unterland

99,2 Mhz

Gadertal

107,8 Mhz

Brixen und Pustertal

 

Neben einer Hand voll fester Mitarbeiter gehören fast 20 freie Moderatoren zum Radio Gherdëina Team. Eine große Familie, die seit Jahren die Bewohner der ladinischen Täler und rundum im Radio unterhält und durch den Tag begleitet. Viele verschiedene Sendungen werden ausgestrahlt, von denen einige wöchentlich, andere einmal im Monat oder nur ab und zu im Radio zu hören sind. Die freiwilligen Mitarbeiter sind eine große Bereicherung für Radio Gherdëina. Ein paar Mitarbeiter haben in ihrer Freizeit schon mehr als 1000!!! Sendungen gemacht. Die Freiwilligen helfen und unterstützen das Team, um das Programm zu erweitern und es so jeden Tag spannend zu gestalten!

Das "Herzstück" von Radio Gröden

Um das Jahr 2009 gab es übrigens auch ein „Radio Gröden 2“. Auf der Frequenz 88,8 MHz wurde für Gröden zwischen 17.00 und 09.00 Uhr klassische Musik ausgestrahlt. Tagsüber wurde dasselbe Programm, wie bei Radio Gröden gesendet. Dieser Ableger wurde jedoch wieder eingestellt.

2020 hat Radio Gherdëina seinen Webauftritt ausgebaut und aktualisiert. Außerdem gibt es seitdem die Möglichkeit „Podcasts“ abzurufen. Fabian Rabanser freut sich, dass neben DAB+ und UKW auch viele Hörer über den Webstream einschalten: "Es ist schon beachtlich, wieviel einstige Südtiroler heutzutage auf der ganzen Welt verstreut sind, und sich dank Radio Gröden über die Heimat informieren. Wir bekommen viele Mails und Anrufe aus aller Herren Länder". Erwähnenswert ist aber auch, dass Radio Gröden einer von ganz wenigen Stationen ist, welche Live-Anrufe von Hörern direkt auf die Antenne nehmen. Dies gibt es im deutschen Radio leider kaum noch.

Seceda oberhalb von Gröden 

Nach dem Besuch bei Radio Gröden ging unser Ausflug weiter auf die Seceda. Die Seceda ist mit 2.500 Metern der höchste Aussichtspunkt in ganz Gröden und zugleich ein Senderstandort von Radio Gherdëina. Dank der exponierten Lage und den freien Frequenzen in den 1980er Jahren, konnte die Station des Öfteren auch in Bayern empfangen werden.

Copyright der Bilder bei Radio Gröden und Peter Faust

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